Das Ende einer Ära

Es ist das Ende einer Ära. 

Das hohe Alter und gesundheitliche Gründe haben die Generalleitung der Mallersdorfer Schwestern veranlasst, die Schwestern in den wohlverdienten Ruhestand zu entsenden.

Generaloberin Jakobe, Provinzial Benedikt Hau, Gesamtleiterin Christiane-Maria Rapp, Kurdirektorin Petra Nocker und zahlreiche Mitarbeiter und Gäste nutzten die Gelegenheit, sich bei einem feierlichen Gottesdienst in der Hauskapelle des Kneippianums mit anschließendem Imbiss persönlich zu verabschieden.

Pater Schlake, Hausgeistlicher im Kneippianum, betonte in seiner Predigt, dass die Mallersdorfer Schwestern dem Leben im Kneippianum Farbe gegeben haben und dankte ihnen dafür. Oft sind es eben nicht die großen Dinge, die für Farbtupfer im Leben sorgen: Ein freundlicher Blick, eine herzliche Geste.

Christiane-Maria Rapp bedauerte den Abzug der Schwestern mit diesen Worten: „mit 80 oder 82 Jahren in den Ruhestand zu treten ist schon etwas Ungewöhnliches; der Durchschnitt der Erwerbstätigen tut dies schon 20 Jahre früher….

Aber Sie, liebe Mallersdorfer Schwestern waren und sind keine Durchschnitts-Erwerbstätigen. Sie gehen einer Berufung nach und diese Berufung ist alterslos.

„Caritas Christi urget nos“ – „Die Liebe Christi drängt uns“ – daran orientieren Sie sich in Ihrem tagtäglichen Dienst am Mitmenschen. Ihr zentrales Anliegen war und ist es, durch Ihr Tun und Ihr Sein Antwort zu geben auf die Nöte der Zeit. 

Nun möchte man meinen, dass es in unserer Wohlstandsgesellschaft und so auch hier, im Gesundheitshotel Kneippianum keine „Nöte der Zeit“ gibt. Weit gefehlt. Gäste haben Sie für Ihre tröstenden Worte aufgesucht, Ihre helfende Hände haben Schmerzen gelinder.

Ihre Gespräche über manch´ menschliche Umbrüche sei es Alter, Scheidung, Tod konnten seelische Erleichterung bringen. Gemeinsam haben Sie gebetet und Gottesdienst gefeiert; als sichtbare Zeugen eines gelebten Glaubens.

Pater Provinzial Benedikt Hau bedankte sich bei den Mallersdorfer Schwestern für über 120 Jahre segensreiches Wirken, für den besonderen Geist, der spürbar war und wünschte den Schwestern, insbesondere Schwester Waldefried Gail, der Oberin in den letzten 10 Jahren im Kneippianum, Gesundheit, Zufriedenheit, Gottes Kraft und Segen. Als Geschenk hatte er aus der Manufaktur Schloß Nymphenburg die Gottesmutter Maria, die Patrona Bavariae mitgebracht.

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